Die Donau ist auch von enormer Bedeutung für die Fauna und Flora des Kontinents Europa. Ein Fluss lässt sich nicht allein auf das fliessende Wasser reduzieren – all die großen und kleinen Nebenflüsse, das Grundwasser, Überschwemmungsgebiete, Auwälder und Feuchtwiesen bilden gemeinsam den komplexen Lebensraum einer enormen Zahl von Pflanzen und Tieren.
Aber die Donau bildet nicht nur den Lebensraum für Pflanzen und Tiere – auch der Mensch ist von der Lebensader Donau abhängig.
Im letzten Jahrhundert mußte die Donau einschneidende Verluste hinnehmen: nur 20% der Überschwemmungsgebiete des 19. Jahrhunderts sind verblieben, und nur die Hälfte des Flußlaufs gilt heute als „naturnah“. Die bestehenden Augebiete bilden zusammen mit 100ten Seen wichtige Rast-, Futter- und Brutplätze für Fische und Vögel, inklusive stark bedrohter Arten wie dem Schwarzstorch, dem Seeadler, dem dalmatische Pelikan oder dem Donaustör. Überschwemmungsgebiete funktionieren auch wie „Filter“; wie „Nieren“ filtern sie Verschmutzungen heraus und helfen den Fluss rein zu halten.
Das Donau Delta ist ein Naturjuwel: ein farbenfrohes, endloses Flickwerk von Seitenarmen, Seen, Schilf, Dünen und Salzsümpfen – der Höhepunkt einer Reise, die 2.845 km weit entfernt als kleiner Bach in Deutschland begann.
Mit seinen 75 Fischarten (inklusive des Störs) und einigen weltweit
bedrohten Arten wie der Zwergscharbe, der Rothalsgans und zwei Arten
von Pelikan zählt das Donau Delta zu den wichtigsten Naturgebieten der
Welt.
